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Über den RH

Die Bundesverfassung hat den Rechnungshof als unabhängiges Organ der externen öffentlichen Finanzkontrolle für Bund, Länder und Gemeinden eingerichtet und dazu berufen, die Staatswirtschaft, das ist die Gebarung öffentlicher Einrichtungen und privater Rechtsträger mit öffentlichen Geldern, zu überprüfen. (Grundsatz der Einheitlichkeit der Finanzkontrolle)

Der Rechnungshof kann auf eine mehr als 250-jährige Geschichte zurückblicken. Er wurde 1761 von Kaiserin Maria Theresia erstmals als Kontrollorgan im Rang eines Ministeriums eingerichtet, der Präsident einem Minister gleichgestellt. Diese Stellung hat der Rechnungshof bis heute beibehalten.

Der Rechnungshof überprüft im Dienste der gewählten Repräsentanten der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen seiner verfassungsrechtlich verankerten Unabhängigkeit, ob die durch die Budgets zur Verfügung gestellten Mittel sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig eingesetzt werden. Die Ausübung der öffentlichen Kontrolle ist einer der Eckpfeiler des Parlamentarismus und der Demokratie.

Der Rechnungshof ist als föderatives Bund-Länder-Gemeinde-Organ für die Finanzkontrolle des gesamten öffentlichen Sektors auf allen Gebietskörperschaftsebenen zuständig, wobei er funktionell sowohl als Organ des Nationalrates als auch als Organ der Landtage (bzw. des Wiener Gemeinderates) tätig wird. 

Ausgangspunkt der öffentlichen Finanzkontrolle in Österreich war im Jahr 1761 - somit seit mehr als 250 Jahren - der Auftrag, den missbräuchlichen Umgang mit öffentlichen Mitteln zu bekämpfen und einen Überblick über die finanzielle Situation des öffentlichen Haushaltes zu geben. Diese Anforderungen sind bis heute - wenn auch mit gewissen Anpassungen - unverändert geblieben.

Der Rechnungshof erbringt seine Leistungen objektiv, unabhängig, kompetent, sachlich, fair und beachtet die internationalen Richtlinien der Finanzkontrolle, z.B. die Prüfungsrichtlinien der INTOSAI, für deren Weiterentwicklung er sich engagiert. 

Der Rechnungshof sieht sich als Wegbereiter für Innovationen und Reformen und bekennt sich auch in seiner Strategie dazu, sein Wissen und seine Erfahrungen aktiv einzubringen. Er liefert mit jeder seiner Prüfungen einen Mosaikstein zur Reform der öffentlichen Verwaltung. Es ist dem Rechnungshof dabei ein besonderes Anliegen, seine Erfahrungen und Positionen auch in den laufenden Verfassungs- und Verwaltungsreformprozess durch seine Kernaufgabe (Prüfen und Beraten) einzubringen. 

Eine Kontrolle kann nur wirksam funktionieren, wenn alle mit diesem demokratischen Anliegen befassten Einrichtungen sich als Partner in einem Netzwerk der Kontrolle verstehen.