Der österreichische Rechnungshof - Logo

Auftrag

Der - in der Bundesverfassung verankerte - Auftrag des Rechnungshofes ist, als föderatives Bund-Länder-Gemeinde-Organ die Einheitlichkeit der Finanzkontrolle zu sichern. Durch seine besondere Stellung ist der Rechnungshof in der Lage, vernetzte Betrachtungsweisen anzustellen und im Rahmen von themenbezogenen Prüfungsschwerpunkten horizontale - etwa einen Vergleich von zwei oder mehreren Ländern - oder vertikale Vergleiche anzustellen, aufgrund der Prüfungsfeststellungen Benchmarks zu liefern und Empfehlungen für alle Gebietskörperschaftsebenen abzugeben.

Als unabhängiges, oberstes Organ der Finanzkontrolle für Bund, Länder und Gemeinden hat er die gesamte Staatwirtschaft, d.h. die Gebarung öffentlicher Einrichtungen und privater Rechtsträger mit öffentlichen Mitteln, zu überprüfen und für den bestmöglichen Einsatz öffentlicher Mittel und die Verbesserung der Effizienz und Effektivität - auch im Bereich der Kontrolle zu sorgen.

Diesen Auftrag erfüllt er gegenüber dem Nationalrat, den Landtagen sowie den legitimierten Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Wirtschaft unmittelbar. Auch wenn er auf deren Ersuchen oder Verlangen tätig wird, bleibt er unabhängig und ist an keine Weisungen gebunden. Selbstverständlich bezieht er seine Prüfungsmaßstäbe unmittelbar aus den gesetzlichen Vorgaben.

Aufgrund seiner besonderen Stellung als föderatives Bund-Länder-Gemeinde-Organ hat der Rechnungshof die gebotene einheitliche Finanzkontrolle über alle öffentlichen Haushalte und Finanzierungen wahrzunehmen. Um diesen verfassungsrechtlichen Auftrag bestmöglich zu erfüllen, hat der Rechnungshof entsprechende Strategien entwickelt, die er konsequent umsetzt und evaluiert.