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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

"Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen den Wert des Rechnungshofes dar." 

Dies ist einer von zwölf Leitsätzen im Leitbild des Rechnungshofes. Für den Rechnungshof als Wissensorganisation besitzt das persönliche Wissen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf die hervorragende Qualität ihrer Leistungen einen besonderen Wert. Sie entwickeln ihr Wissen durch die Prüfungs- und Beratungstätigkeit sowie durch gezielte Aus- und Weiterbildung, insbesondere durch Integrations- und Traineeprogramme sowie den Professional MBA Public Auditing, zum Nutzen der überprüften Stellen ständig weiter. Das jährliche Bildungsprogramm bietet den Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern auf der Grundlage der vier Wissensziele (Vermittlung der Werte des Rechnungshofes, Exzellenz in Prüfung und Beratung, Schaffung von Wert und Nutzen der Mittelverwendung und Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern) abgestimmt auf die jeweiligen Prüfungsschwerpunkte umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. In der Anwendung ihres Wissens liegt das Potenzial für Innovationen und die fachliche und persönliche Kompetenz für die optimale Wirksamkeit des Rechnungshofes.

Der Erfolg des Rechnungshofes beruht in besonderem Maß auf dem Wissen und der Erfahrung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf der hervorragenden Qualität ihrer Leistungen. Daher investiert der Rechnungshof in das Wissen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt professionelles Wissensmanagement. Dementsprechend legte er als erster Rechnungshof eine Wissensbilanz vor. Sie bildet - soweit wie möglich - die finanziell bewerteten, die nicht finanziell quantifizierten und die qualitativ beschriebenen Größen des Wissensvermögens ab. Diese sind zugleich Indikatoren für die Darstellung von Wert und Nutzen der Finanzkontrolle.

Die Wissensbilanz des Rechnungshofes ist integrativer Bestandteil seiner Leistungsberichte. Sie basiert methodisch auf dem in Europa am weitesten verbreiteten „Österreichischen Wissensbilanzmodell" nach Koch und Schneider. Die vier strategischen Wissensziele fassen die Anforderungen an das Wissen aus dem Leitbild und aus den strategischen Grundlagen des Rechnungshofes zusammen. Sie sorgen für eine klare Ausrichtung des Wissens im Rechnungshof und ermöglichen die nachvollziehbare Bildung der operativen Wissensziele für die Organisationseinheiten und der individuellen Wissensziele für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Der Rechnungshof achtet insbesondere auf die Chancengerechtigkeit für alle Bediensteten. So konnte er den Frauenanteil im Rechnungshof durch erfolgreiche Frauenförderungspläne auf nunmehr rd. 40 % und im Prüfungsdienst auf rd. 30 % erhöhen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um längerfristig den Anteil der Frauen in allen Funktionen auf 40 % anzuheben. Auch Menschen mit Behinderungen zählen zu seinen gleichberechtigten Leistungsträgern; der Rechnungshof beschäftigt seit Jahren deutlich mehr begünstigte Bedienstete als es dem gesetzlichen Erfordernis entspricht. So waren mit Stichtag 31. Dezember 2009 15 Personen als begünstigt Behinderte eingestuft, wovon wiederum 6 Personen doppelt anrechenbar sind. Damit war die Pflichtzahl von 11 um 91 % übererfüllt.