Kontrolle zahlt sich aus

Vorschau

Im Jahr 1761 von der Habsburgerin Maria-Theresia als „Hofrechencammer“ gegründet, blickt der Rechnungshof heute auf eine wechselhafte Geschichte zurück, die das Fundament seiner jetzigen Tätigkeit und der zukünftigen Herausforderungen bildet. Der Rechnungshof wird mit zahlreichen Projekten dieses Jubiläumsjahr nutzen – mit dem Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern die Aufgaben der externen öffentlichen Finanzkontrolle im Rahmen des demokratischen Systems näher zu bringen. Die geschichtliche Entwicklung zeigt, dass in der Demokratie die Kompetenzen des Rechnungshofes stets zunehmen. Das unterstreicht die Wichtigkeit der externen Gebarungskontrolle für das Funktionieren einer Demokratie.

Festschrift

Das Jubiläum 250 Jahre Rechnungshof ist ein entsprechender Anlass, die Bedeutung einer unabhängigen Finanzkontrolle für Staat und Gesellschaft zu reflektieren. Der Blick in die vergangenen zweieinhalb Jahrhunderte zeigt, dass die Kontrolle immer ein Gradmesser für das Funktionieren eines Staatswesens war und ist, ein Indikator für dessen Glaubwürdigkeit, Wirksamkeit und Qualität.

Die Geschichte lehrt uns, dass die Kontrolle - ebenso wie die Staats- und Verwaltungsformen - immer einem Wechselspiel der Kräfte ausgesetzt war und ist. Die Rahmenbedingungen der Kontrolle haben sich mehrfach verändert, dabei hat sich aber immer gezeigt, ohne funktionierende Kontrolle fehlt ein wesentlicher Pfeiler im Staatsgefüge.
Auf den Punkt gebracht heißt das: Kontrolle zahlt sich aus.

Entscheidend ist, dass die Kontrolle den aktuellen Anforderungen gerecht wird. Sie muss immer offen für Reformen sein - auch und gerade bei sich selbst -, um ihre staatspolitische Funktion erfüllen zu können. So muss auch der Rechnungshof mit gutem Beispiel vorangehen.

Diesen Weg ist der Rechnungshof in den vergangenen Jahren konsequent gegangen, wie dies auch die Beiträge in dieser Festschrift ausführlich darlegen.

Die Festschrift bietet aber nicht nur einen Blick in die Arbeitsweise des Rechnungshofes, sondern vor allem auch einen Blick von außen auf die Institution Rechnungshof. Ich danke allen Autoren aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien für ihre aufschlussreichen Reflexionen, an der Spitze dem Herrn Bundespräsidenten, Heinz Fischer, sowie dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die sowohl die Prüftätigkeit als auch die Aktivitäten des Rechnungshofes als INTOSAI-Generalsekretariat würdigen.

Der Rechnungshof steht fest verankert im Heute, zieht dabei die Lehren aus der Vergangenheit und gleichzeitig Schlüsse für die Zukunft.

Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sie stellen „den Wert des Rechnungshofes dar", wie es im Leitbild treffend heißt. Mich beeindruckt, mit wie viel Engagement und Professionalität sie unsere Kernaufgabe Prüfen und Beraten bewältigen und wie sehr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Modernisierungsprozess unterstützt haben, um den Rechnungshof fit für die Zukunft zu machen. Der Rechnungshof wird damit auch weiterhin seinen unabhängigen, objektiven und wirksamen Beitrag zum Funktionieren unseres Staates leisten.

Bestellmöglichkeit

Ausstellung


„KONTROLLE ZAHLT SICH AUS!“
Ausstellung zum 250-Jahr-Jubiläum des Rechnungshofes im Parlament.

© bwm architekten

Die Ausstellung „Kontrolle zahlt sich aus!“ des Rechnungshofes in der Säulenhalle des Parlaments ist vom 28. Oktober 2011 bis 14. Jänner 2012 öffentlich zugänglich. Die Ausstellung beleuchtet Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Rechnungshofes. Exponate, Schaubilder und interaktive Stationen präsentieren den Besucherinnen und Besuchern Geschichte, Arbeitsweise und Wirkung des Rechnungshofes. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf eine jugendgerechte Aufbereitung der Inhalte gelegt: Leicht verständlich soll dieser Altersgruppe die Wichtigkeit einer unabhängigen Kontrolle in der Demokratie gezeigt werden.

Gezeigt werden zehn Themencluster – vom Zeitalter Maria Theresias, dem Kaisertum Österreich und der k.u.k.-Monarchie über die Erste Republik, „Ständestaat“ und NS-Zeit sowie Zweite Republik bis zu Internationaler Vernetzung, Gegenwart und Zukunft. Für Schülerinnen und Schüler sind die zehn Themencluster der Ausstellung auch in Form von Comic-Geschichten aufbereitet.

© Rechnungshof

Die Ausstellung kann im Rahmen von öffentlichen Führungen zu fixen Terminen besichtigt werden. Zusätzlich werden auf Anfrage auch Termine für Gruppen (ab 10 Personen) organisiert (vorbehaltlich Absage bzw. Verschiebung auf Grund von parlamentarischen Notwendigkeiten).

Die konkrete Terminvergabe erfolgt nach Auslastung und Verfügbarkeit.

Öffentliche Führungstermine:
Montag bis Freitag (ausgenommen Plenartage):
12:00 und 17:00 Uhr
Samstag:
10:00 und 15:45 Uhr 

TICKETPREISE

Einzelpersonen
Einzel-Ticket € 5,00
Einzel-Ticket ermäßigt* € 2,50
Bis zum vollendeten 19. Lebensjahr frei

Familien
Erwachsene € 4,00 ermäßigt* € 2,50
Bis zum vollendeten 19. Lebensjahr frei 

*ermäßigt bei Vorlage eines Ausweises für:
Gäste mit Behinderungen
Lehrlinge
SeniorInnen
Studierende (bis zum vollendeten 25. Lebensjahr)
Präsenzdiener  

Aktion Kombi-Tickets
Für die Kosten eines Tickets ist es Interessierten möglich, im Rahmen von geführten Rundgängen sowohl das Parlament als auch die Ausstellung des Rechnungshofes „Kontrolle zahlt sich aus!“ zu besichtigen. Beide Tickets können innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen konsumiert werden.


Voranmeldung
Parlamentsdirektion; L4.5 – BesucherInnen-Service
Dr. Karl Renner-Ring
A-1017 Wien
Tel.: +43/1/40110–2400 (von 9:00 bis 15:00 Uhr besetzt)
Fax: +43/1/40110–2664
E-mail: besucherservice@parlament.gv.at   

Weitere Informationen auf der Parlamentshomepage unter www.parlament.gv.at

Infosheet zum Herunterladen

Pressekontakt

Mag. M.A. Doris Grabherr

Tel.: (+ 43 1) 711 71 - 8264

Fax: (+ 43 1) 711 71 - 8292

E-Mail: presse(AT)rechnungshof.gv.at

Eröffnung

Ende Oktober beging der Rechnungshof mit einem feierlichen Festakt im Parlament sein 250-Jahr-Jubiläum. Die gesamte Staatsspitze und mehr als 500 Gäste waren ins Hohe Haus gekommen. Zu der Feier im Historischen Sitzungssaal und Eröffnung der Ausstellung „Kontrolle zahlt sich aus“ in der Säulenhalle hatten Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Rechnungshofpräsident Josef Moser eingeladen.

Insgesamt zwölf Festredner gratulierten dem RH, darunter Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger und die Klubobleute aller Parlamentsparteien, Simon Illmer, Präsident des Salzburger Landtages und derzeitiger Vorsitzender der Landtagspräsidenten-Konferenz sowie als internationaler Vertreter der Präsident des südafrikanischen Rechnungshofs und Vorsitzende der INTOSAI, Terence Nombembe,

Rechnungshofpräsident Josef Moser dankte den Gästen: „Ihre Anwesenheit und die heutigen Festreden sind ein eindrucksvoller Beweis für den Stellenwert, den die Kontrolle in Österreich für die Demokratie und für die Bürgerinnen und Bürger hat.“ Die Geschichte lehrt uns, so Moser wörtlich: „Kontrolle schafft den erforderlichen Überblick über die Finanzen und die Schulden, Kontrolle schafft Transparenz und stärkt die Rechenschaftspflicht, Kontrolle liefert fundierte Fakten und Zahlen, Kontrolle sichert das Vertrauen in staatliches Handeln, Kontrolle sichert das Vertrauen in den Finanzplatz und ist ein Eckpfeiler der Demokratie.“ Der Rechnungshof sei sich seiner Verantwortung bewusst und stelle sich den Herausforderungen, „um mit gutem Beispiel voranzugehen.“

Der Rechnungshof wurde 1761 von Maria Theresia als Hofrechenkammer gegründet. Die Ausstellung in der Säulenhalle unter dem Motto „Kontrolle zahlt sich aus“ dokumentiert die wechselhafte Geschichte der Finanzkontrolle in Österreich. Die Ausstellung ist bis 14. Jänner 2012 geöffnet.

 

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