Nachfrageverfahren 2008
Rechnungshof: 81 Prozent der Empfehlungen zeigten Wirkung
81% der 1140 Empfehlungen, die der Rechnungshof im Jahr 2008 in seinen Berichten veröffentlicht hat, haben ihre Wirkung entfaltet. Sie wurden entweder schon umgesetzt oder ihre Umsetzung wurde zugesagt. Das zeigt das Nachfrageverfahren auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene, das 2009 durchgeführt wurde. Durch Umsetzung der Rechnungshofempfehlungen wurden die Kosten von Bauvorhaben reduziert, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit bei Förderungen erhöht, Maßnahmen zur Senkung der Verwaltungskosten und in Bereichen ärztliche Hilfe und Heilmittel von GKK Wien eingeleitet, einheitliche Grundlagen für Einstufung von Kindern, Jugendlichen und Dementen erarbeitet und auch das Controlling in vielen Bereichen ausgebaut.
Weiterer Handlungsbedarf
Das Nachfrageverfahren hat aber auch gezeigt, dass Handlungsbedarf weiterhin bei Bildung, Pflege und Gesundheit sowie in jenen Bereichen besteht, in denen die Zusammenarbeit zwischen den Gebietskörperschaften optimiert werden soll wie etwa beim Schutz vor Naturgefahren.Das Nachfrageverfahren ist Teil der Wirkungskontrolle. Dabei erhebt der RH im Jahr nach der Berichtsveröffentlichung den Stand der Umsetzung der an sie gerichteten Empfehlungen bei den überprüften Stellen. Die Ergebnisse des Nachfrageverfahrens werden im Jahrestätigkeitsbericht veröffentlicht und sind Grundlage für die Planung der Follow-up-Überprüfungen, das wichtigste Instrument der Wirkungskontrolle des Rechnungshofes.
