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Fonds zur Beratung und Betreuung von Zuwanderern (Zuwanderer–Fonds)

Themen: Soziales
Kurzfassung

Der Zuwanderer–Fonds führte seine Geschäfte ohne klare Definition der Zielgruppe Zuwanderer sowie ohne quantifizierte Zielwerte für die effiziente Erfüllung des Fondszwecks. Nur rund die Hälfte der Heimplatznutzer entsprach im Jahr 2012 der Zielgruppe Zuwanderer (Zuwanderer aus den Bundesländern, inkl. Wochenendpendler sowie Ausländer). Die andere Hälfte bestand aus juristischen Personen sowie Wienern.

Die Auslastung der möblierten Apartments von rd. 97 % im Zusammenhang mit der durchschnittlichen Wohndauer von knapp fünf Jahren führte dazu, dass der Zuwanderer–Fonds weitgehend als Hausverwaltung tätig wurde. Die Förderung der Unterbringung von Zuwanderern in möblierten Apartments gemäß der Satzung verlor daher an Bedeutung. Die Höhe der Nutzungsentgelte führte zu einer wirtschaftlich positiven Entwicklung.

Auftragsvergaben erfolgten vielfach an Tochtergesellschaften — zum Teil ohne schriftliche Grundlage — sowie an langjährige Vertragspartner und nicht nach wirtschaftlichen Kriterien.