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Finanzmarktaufsichtsbehörde und Aufsichtsagenden der Österreichischen Nationalbank und des BMF

Themen: Banken und Versicherungen Finanzen Ausgliederungen
Kurzfassung

Das mit der Errichtung der Finanzmarktaufsichtsbehörde verfolgte Ziel einer Optimierung der organisatorischen Abläufe im Sinne einer integrierten Aufsichtsführung über den gesamten Finanzmarkt kann noch nicht als erfüllt betrachtet werden. Systemische Schwächen und zum Teil fehlende Effi zienz der Aufsichtsinstrumente schränkten die Wirkung der integrierten Aufsichtsbehörde ein.

Die Kooperation zwischen der Finanzmarktaufsichtsbehörde und der Oesterreichischen Nationalbank in Kernbereichen des Aufsichtsprozesses war nicht zufriedenstellend. Insbesondere in den Bereichen Analyse, Vor-Ort-Prüfungen und Mitwirkung bei internationalen Angelegenheiten traten Schwachstellen und Mängel auf. Die möglichen Synergiepotenziale wurden aufgrund von Doppelgleisigkeiten und Schnittstellenproblemen zwischen der Finanzmarktaufsichtsbehörde und der Oesterreichischen Nationalbank im Bereich der Bankenaufsicht noch nicht ausgeschöpft.

Die Konzentration der bankaufsichtlichen Aufsichtsbereiche der Finanzmarktaufsichtsbehörde und der Oesterreichischen Nationalbank in einer Institution würde die bestmögliche Nutzung der vorhandenen Ressourcen und eine effiziente Organisation der Bankenaufsicht sicherstellen.
Die Flexibilität des Ressourceneinsatzes bei der Finanzmarktaufsichtsbehörde ließ erhebliche Optimierungspotenziale erkennen; die Zuordnung der personellen Ressourcen zu den operativen Aufsichtsleistungen war verbesserungsfähig. Die Umsetzung der integrierten Aufsicht befand sich innerhalb der Finanzmarktaufsichtsbehörde noch in einem Anfangsstadium.