Finanzierungsinstrumente der Gebietskörperschaften mit Schwerpunkt Landeshauptstadt Graz
Kurzfassung
ALLGEMEINER TEIL
Die Strategien des Schulden- und des Veranlagungsmanagements der überprüften Gebietskörperschaften waren unterschiedlich ausgeprägt und geregelt. Dies zeigte sich sowohl bei der Zinsstruktur der Finanzschulden als auch hinsichtlich des Ausmaßes an Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Inanspruchnahme von Derivativgeschäften sowie bei den Veranlagungen. Das Risikomanagement war in den überprüften Gebietskörperschaften nicht durchgängig professionell aufgebaut bzw. eingesetzt.
FINANZIERUNGSMANAGEMENT DER LANDESHAUPTSTADT GRAZ
Das Schuldenmanagement der Landeshauptstadt Graz war ab dem Jahr 2005 in eine vom Gemeinderat mindestens einmal jährlich vorgegebene Zinsrisikostrategie eingebettet. Die teilweise in den Darlehen eingegangenen Zinsklauseln waren oftmals nur schwer bewertbar. Die Durchschnittsverzinsung der zu Marktkonditionen am Kapitalmarkt aufgenommenen Darlehen lag zum Großteil deutlich über der Sekundärmarktrendite für inländische Nichtbanken. Die Stadt Graz führte im überprüften Zeitraum keine Risikobewertungen des Portfolios durch und war daher nicht ausreichend über das bestehende Risiko ihrer Finanzierungen informiert.




