Belegsmanagement in Akutkrankenanstalten mit dem Schwerpunkt "Procuratio-Fälle"

Themen: Krankenanstalten, Soziales, Wien

Kurzfassung

Die Procuratio-Fälle (Pflege in Akutkrankenanstalten ohne Notwendigkeit ärztlicher Versorgung) waren in Wien von 2005 (rd. 1.300 Fälle) bis 2008 um ein Viertel auf rd. 1.000 Fälle zurückgegangen. Durch eine bedarfsgerechtere Versorgung der Procuratio- Patienten in entsprechenden Pflegeeinrichtungen könnten jedoch erhebliche weitere Einsparungen erzielt werden, weil die Versorgung in den Krankenanstalten (durchschnittliche Kosten je Belagstag: 713,20 EUR) wesentlich kostenintensiver war als in den Pflegeeinrichtungen (durchschnittliche Kosten je Belagstag: 211,70 EUR). Angesichts dieser Mehrkosten der teureren Spitalsversorgung wäre daher die bedarfsgerechtere Versorgung der Procuratio-Fälle in den entsprechenden Pflegeeinrichtungen zweckmäßiger.

In der Wahrnehmung der Meldepflicht und im Entlassungsmanagement traten Unterschiede zwischen den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbunds und den Krankenanstalten anderer Rechtsträger auf. Die Zusammenarbeit zwischen dem Wiener Krankenanstaltenverbund und dem Fonds Soziales Wien im Procuratio-Management war verbesserungswürdig. So war eine tagesaktuelle, IT-mäßige Gegenüberstellung der freien Pflegeplätze und der Wartenden durch den Fonds Soziales Wien zur Zeit der Gebarungsüberprüfung nicht möglich.


Wien_2011_02_2.pdf - Größe: 1.3 MB 

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