Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien-Universitätskliniken mit dem Schwerpunkt Klinisches Institut für Pathologie

Themen: Krankenanstalten, Wissenschaft

Kurzfassung

Am Klinischen Institut für Pathologie des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien-Universitätskliniken als einem Institut der größten österreichischen Zentralkrankenanstalt wurde - neben dem herkömmlichen Leistungsspektrum von Pathologien - medizinisch- pathologische Spitzenversorgung geboten. Das Institut war weiters als Einrichtung der Lehre und Forschung im Rahmen der Medizinischen Universität Wien tätig.

Die Dokumentation und Analyse von Leistungsdaten am Institut wurden den Anforderungen, die sich aus dessen Betriebsgröße und dessen Sonderstellung ergaben, nicht annähernd gerecht. Eine Steuerung der Kostenentwicklung und eine effiziente Gebarung waren daher nur mit Einschränkungen möglich.

Der Institutsleiter führte im Rahmen einer Nebenbeschäftigung eine Facharztordination, in der rund drei Viertel der Fachärzte des Institutes eine Nebenbeschäftigung ausübten. Dies führte zur Kollision mit dienstlichen Interessen. Einen Teil der Untersuchungen der Facharztordination ließ der Institutsleiter durch das Institut erbringen. Die vom Institut für Leistungen an die Facharztordination des Institutsleiters verrechneten Gebühren waren nicht kostendeckend. Dies führte zu finanziellen Nachteilen für das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien.


Bund_2006_12_10.pdf - Größe: 210 KB 

Nach oben