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Qualitätssicherung der Gemeindehaushaltsdaten

08.06.2018 - Der RH überprüfte von September 2016 bis Jänner 2017 die Qualitätssicherung der Gemeindehaushaltsdaten im Rahmen der Gebarungsstatistikverordnung 2014. 

Ziel war die Beurteilung des Erhebungsprozesses der Gemeindehaushaltsdaten durch die Statistik Austria und der durch die Länder vorgenommenen Qualitätssicherungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Übermittlung dieser Daten. 

Ein Kritikpunkt des Rechnungshofes war, dass die Statistik Austria im Zuge der Plausibilitätsprüfung auf formelle Richtigkeit eine automatische Korrektur ohne Rücksprache mit den Gemeinden durchführte, bei denen mehrere Eingabemöglichkeiten bestanden. D.h. die automatische Korrektur konnte auch unrichtig sein. 

Weiters stellte der RH kritisch fest, dass es keine Übermittlung der vollständigen und konkreten Detailinformation zu den geprüften Fehlercodes und festgestellten Fehlern an die Länder gab. 
Die Länder mussten aktiv erfragen, welche konkreten Fehler dieser Auswertung zugrunde lagen. 

Wie bereits in seiner Stellungnahme zur Gebarungsstatistikverordnung im Jahr 2013 sowie auch in diesem Bericht empfahl der Rechnungshof der Statistik Austria, den Ländern künftig nach Abschluss der Plausibilitätsprüfung die Detailinformationen zu den geprüften Fehlercodes und den festgestellten Fehlern bei der Prüfung der formellen Richtigkeit automatisch zur Verfügung zu stellen. Dabei wären die fehlerhaften Datensätze bzw. die Bezeichnung der jeweiligen Gemeinde und des fehlerhaften Datensatzes samt Fehlercodes zu übermitteln. 

    Kategorie:
    Nationales