Unser Mann im Tschad: Die zweite Mission

Die Finanzprüfung der EUFOR-Mission im Tschad unter österreichischer Beteiligung ist in die nächste Runde gegangen. Nach der ersten Besichtigung bzw. Kontrolle vor Ort vergangenen Oktober und anschließender Erstellung des Prüfungskonzepts, sind die internationalen Prüfer erneut in den afrikanischen Staat zur Einschau zurückgekehrt. Wieder mit dabei, unser Mann im Tschad, Hans-Georg Windhaber.

  Geprüft worden sind die Finanzen der Operation EUFOR. An diesem Militär-Einsatz in einem der gefährlichsten Länder des Kontinents nehmen 3.500 Soldaten aus 20 EU-Staaten – darunter 160 aus Österreich – teil. Sie beschützen die Flüchtlingslager im Osten des Tschad an der Grenze zur sudanesischen Krisenregion Darfur.

Es ist dies nicht nur einer der risikoreichsten und umstrittensten EU-Militäreinsätze, es ist auch einer der teuersten. Alleine aus dem EU-Budget fließen jährlich mehr als 120 Millionen Euro in dieses Projekt.   Eine Woche hat Hans-Georg Windhaber, der als Prüfungsleiter fungierte, zusammen mit einem britischen und einem spanischen Kollegen nun die Buchführung der Operation unter die Lupe genommen. Über die Ergebnisse hielt er sich nach seiner Rückkehr aufgrund der Verpflichtung zur Verschwiegenheit äußerst bedeckt. "Wir haben wichtige Erkenntnisse für künftige Operationen gewonnen", so das Resümee Windhabers. Die Prüfungsergebnisse sind dem Special Committee der ATENA, dem Finanzierungsmechanismus für militärische Operationen der EU, zugeleitet worden.