RH legt Bericht zur Veranlagung der Wohnbauförderungsdarlehen in Niederösterreich vor

Das Veranlagungsmanagement des Landes Niederösterreich angesehen hat sich der Rechnungshof. Dabei hat er festgestellt, dass "die Performance der veranlagten Gelder bis Ende 2008 das langfristige Ergebnisziel des Landes um knapp eine Mrd. EUR unterschritt", wie es in dem heute (30.6.2010) vorgelegten Bericht heißt. 

Es gelang nicht, die vertraglich vereinbarten Mindestauszahlungen im Zeitraum von 2002 bis 2008 rein aus den erwirtschafteten Erträgen zu leisten. Rund 44% (375,06 Mill. EUR) der Auszahlungen an das Land in Höhe von 862,07 Mill. EUR erfolgten aus der Substanz des Fonds. 

Weiters wies der RH darauf hin, dass die Veranlagungsrenditen der Fonds mit einer Ausnahme deutlich unter den Renditen laufzeitgleicher Veranlagungen von österreichischen Pensionskassen lagen. Die erzielten Renditen unterschritten die Performance-Benchmark um bis zu 2,46 Prozentpunkte. 

Auch zeigte der RH auf, dass der Anteil von Alternativen Investments im Veranlagungsportfolio als hoch einzustufen war und die Risikostruktur der Veranlagungen des Landes veränderte. So befanden sich Ende 2008 schwer verwertbare und wenig liquide Produkte in Höhe von 793,57 Mill. EUR im Veranlagungsportfolio, die ein erhöhtes Verlustrisiko in sich trugen.